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Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Donnerstag, 28. Juni 2007

Portugal übernimmt die EU-Ratspräsidentschaft

Alexander Hagelüken lobt die Erfolge des deutschen EU-Ratsvorsitzes und blickt skeptisch auf die nachfolgenden. "Der Kanzlerin und ihren Ministern gelang es in Rekordzeit, Europa auf Klimaschutz zu verpflichten oder Mobiltelefonate im Ausland zu verbilligen. Und sie schlichteten den Streit über EU-Verfassung, Verbrecherjagd oder Verbraucherkredite. Das ist die gute Nachricht zum Ende von Merkels Amtszeit. Die schlechte: Die Deutschen sind erst 2021 wieder dran. Den Vorsitz übernehmen nun Portugiesen und Slowenen. Später dürfen sich Zyprioten, Litauer, Esten und Malteser versuchen. Bei allem Respekt vor der Tatkraft der kleinen Länder: Die Regentschaft der Zwergstaaten, in einer EU mit 27 Mitgliedern die Norm, macht Europa langsam. Viele der künftigen Präsidenten kommen aus neuen EU-Staaten und besitzen weder die Erfahrung noch das politische Gewicht, um die auf 500 Millionen Bürger angewachsene Union zu führen. Wenn es stürmt und das Steuerrad den Kapitän dreht statt umgekehrt, läuft das Schiff rasch auf Grund."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 29. Juni 2007

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