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Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Donnerstag, 12. Juli 2007

"Satanische Verse" in Kölner Moschee?

Der deutsche Enthüllungsjournalist Günter Wallraff will in einer Kölner Moschee aus Salman Rushdies "Die Satanischen Verse" lesen. Er selbst erklärte in einem Interview mit der tageszeitung, er betrachte das nicht als Provokation, es entspreche seinem Lebensmotto "Sei Realist und fordere das Unmögliche". Sonja Zekri ärgert sich über den "scheinheiligen Aufklärer-Gestus" des Journalisten: "Dass ausgerechnet Altlinke wie Wallraff oder auch Cap-Anamur-Gründer Rupert Neudeck die muslimische Einwanderung als größte Gefahr für Freiheit und Gerechtigkeit identifiziert haben, gehört zu den Absurditäten des Islam-Diskurses. Wallraffs Bekenntnis-Erpressung aber, die Maximalforderungen als Entgegenkommen ausgibt, ist ein wunderbares Beispiel für einen scheinheiligen Aufklärer-Gestus, einen populistischen Gratis-Mut, der sich dem Zeitgeist gerade nicht entgegenstemmt, sondern nur den Stammtisch munitioniert."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 12. Juli 2007

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