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Financial Times - Großbritannien | Dienstag, 17. Juli 2007

Gideon Rachmann über die Angst der Europäer vor Deutschland

Gideon Rachmann denkt über die Rolle Deutschlands bei der Entwicklung der Europäischen Union nach. "Zweifellos war die Eindämmungspolitik gegenüber Deutschland... grundlegend für die Entwicklung der EU... Von Anfang an war Deutschland der Zahlmeister Europas und Frankreich einer seiner größten Profiteure. Weil Deutschland bereit war zu zahlen, wurde die gemeinsame Agrarpolitik eine Art verkappte Kriegsreparationen... Viele der wichtigsten Entscheidungen der EU waren durch tiefverwurzelten Argwohn gegenüber Deutschland geprägt. Der Euro - das bis jetzt wichtigste Wirtschafts- und Integrationsprojekt - war vor allem eine Reaktion auf die deutsche Einheit... Dieser Argwohn und sogar Angst vor Deutschland klingen noch in vielen Ländern Europas nach. Aber sie verschwinden langsam... Mehr als 15 Jahre nach der Wiedervereinigung scheinen die meisten Europäer zufrieden mit dem neuen Deutschland. Sie haben mehr Angst vor einer schwachen deutschen Wirtschaft als vor einer starken."

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