Hufvudstadsbladet - Finnland | Dienstag, 24. Juli 2007
Wohin führt Recep Tayyip Erdogan die Türkei?
Björn Sundell meint, trotz der klaren Mehrheit für die AKP müsse Erdogan künftig auf die anderen Parteien zugehen, und das werde alles andere als einfach. "Die AKP hat islamische Wurzeln und ist EU-freundlich, die Nationalistenpartei MHP scheut dagegen die EU wie der Teufel das Weihwasser, die republikanische Volkspartei CHP will um jeden Preis die Religion aus der Politik heraushalten, und die Kurden sind für alle schwierige Partner. Wenn sich der Siegestaumel nach der Wahl gelegt hat, tut Erdogan gut daran, etwas weniger selbstbewusst aufzutreten als bisher, vor allem wenn es um den nächsten Präsidentschaftskandidaten geht. Im Frühjahr hatte er einen religiösen Kandidaten durchsetzen wollen und damit den Konflikt zwischen religiösen und laizistischen Türken angeheizt. Wenn Erdogan diesmal nicht mit mehr diplomatischem Fingerspitzengefühl vorgeht, riskiert er, dass die Türkei von einer politischen Krise in die nächste gerät."
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