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Le Temps - Schweiz | Dienstag, 24. Juli 2007

Wohin führt Recep Tayyip Erdogan die Türkei?

Frédéric Koller glaubt nicht, dass die Gefahr einer Krise in der Türkei abgewendet ist. Sicherlich "möchte man zusammen mit einer Mehrheit der Türken gerne glauben, dass das Land reifer und demokratischer geworden ist, dass es sich auf dem Weg des wirtschaftlichen Fortschritts befindet und dass es bereit ist, seine Öffnung nach Europa fortzusetzen. ... Man muss aber auch bedenken, dass Tayyip Erdogan erst noch Beweise erbringen muss, bevor der Populist als ein Demokrat ohne ein verstecktes Programm betrachtet und bevor die AKP als Äquivalent zu einer christdemokratischen europäischen Partei gelten kann. Seine erste Amtszeit bleibt verknüpft mit einer schleichenden Islamisierung der türkischen Gesellschaft. Darüber hinaus ist die AKP mit ihrer Arroganz und ihren Fehlern die Ursache der politischen Krise der letzten Monate. Die erste Feuerprobe wird es nun sein, einen konsensfähigen Kandidaten für die Präsidentschaft zu präsentieren. Erdogan hat es versprochen. Das schuldet er den türkischen Wählern. Ansonsten riskiert er eine neue Krise.

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