La Repubblica - Italien | Montag, 23. Juli 2007
Italien verliert seine Schäfer
Carlo Petrini, Präsident der 'slow food'-Bewegung, die sich der Bewahrung der regionalen Küche und Vermarktung regionaler Produkte verschrieben hat, bangt um die italienischen Schäfer. Deren Zahl hat in den vergangenen dreißig Jahren um 30 Prozent abgenommen. "Die Bürgermeister verbieten den Durchmarsch der Herden durch ihre Ortschaften, die Naturparks weisen die Herden ab und die wilden Tiere, die von eben diesen Parks geschützt werden, lauern ihnen auf... Die Schäfer spielen in Italien für das Bewahren der Traditionen und des volkstümlichen Wissens wie auch für den Schutz der Umwelt eine sehr wichtige Rolle... Eine Schafherde trägt zur Säuberung des Unterholzes und zur natürlichen Düngung bei. Mit den Schäfern verliert man gleichzeitig auch das, was sie herstellen: bestimmte Käse- und Fleischsorten, die von Weideschafen stammen und von besonders hochwertiger Qualität sind... In Italien setzt sich niemand für die Schäfer ein."
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