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Népszabadság - Ungarn | Donnerstag, 26. Juli 2007

Gaspar M. Tamás über die Ausbeutung Osteuropas

Die neoliberale Politik seit dem Umbruch Osteuropas hat deren Volkswirtschaften zerstört und die Region zum Spielfeld westeuropäischer Wirtschaftsakteure gemacht, schreibt der Philosoph Gaspar M. Tamás: "Die osteuropäischen Volkswirtschaften sind ausgeweidet, Landwirtschaft und Großindustrie zerstört. Man fasste die Wettbewerbsfähigkeit als Wettkampf auf, welches Land die multinationalen Unternehmen aus dem Westen, die neuen Großgrundbesitzer unserer Zeit, mit den niedrigsten Steuern, den billigsten Krediten, den niedrigsten Löhnen und der längsten Arbeitszeit anlocken kann. Die gesamte Region ist durch Liberalisierung und Deregulierung gegenüber den finanzstärkeren Konkurrenten aus dem Westen wehrlos geworden. Jetzt schauen wir uns auf einem Trümmerfeld um: In der Gesellschaft sind Enklaven entstanden, die von Langzeitarbeitslosigkeit über mehrere Generationen hinweg und von höchster Not geprägt sind."

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