Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland | Dienstag, 31. Juli 2007
Milch und Butter werden teurer
In Deutschland werden die Preise für Butter, Käse und andere Milchprodukte voraussichtlich bis zu 50 Prozent steigen. Die deutschen Molkereien begründen den Preisanstieg mit steigender Nachfrage auf dem Weltmarkt bei sinkender Produktion. Berthold Kohler kommentiert: "Nicht nur in deutschen Landen, in der ganzen EU schwindet die unter Einsatz von riesigen Subventionen geschaffene Topographie der Milchseen und Butterberge dahin. Die Tanks und Kühlhäuser leeren sich schon seit einiger Zeit, weil auf dem Weltmarkt die Nachfrage nach Milch und Milchprodukten aus Europa gewachsen ist und die europäischen Bauern weniger produzieren, als sie könnten. Das verhindert die EU nach wie vor mit ihrem Quotensystem, das - hier zeigt sich schon der ganze Irrsinn dieser Planwirtschaft - der Überproduktion von subventionierter Milch Einhalt gebieten sollte. Die Milchquote war nicht das einzige zweischneidige Instrument der europäischen Agrarpolitik, das Deutschlands Bauern seit der Geburt der EWG zu spüren bekamen. Der Dirigismus der europäischen Landwirtschaftspolitik hat eine lange, an Kehrtwenden reiche Geschichte."
» zum ganzen Artikel (externer Link, deutsch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Politik, » Handel, » Verbraucher, » Landwirtschaft, » Deutschland, » Europa
Alle verfügbaren Texte von » Berthold Kohler
» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 31. Juli 2007