Le Temps - Schweiz | Donnerstag, 16. August 2007
Sommerloch in Paris
Frankreichkorrespondent Sylvain Besson staunt, wie viele Geschäfte in den Sommerferien in Paris geschlossen haben. Im August, so schreibt er, sei Paris "eine Potemkinsche Stadt ohne Einwohner - alle echten Aktivitäten ruhen... Eigentlich ist das ganze Land bis Ende des Monats geschlossen, was für diejenigen, die weiterarbeiten, große Problemen mit sich bringt. Die Medien zum Beispiel nagen am Hungertuch. Vor einem Monat haben sie über die Vélib-Welle geschwatzt, den kostenlosen Fahrrad-Leih-Service in Paris. Einen Monat später muss sich der Figaro damit begnügen, seine Hauptschlagzeile, na: was wohl, dem großen Erfolg von Vélib zu widmen. Die Politikseiten der Zeitungen – normalerweise sind es in den großen Zeitungen vier bis fünf pro Tag – sind seit Beginn der Woche verschwunden. Schuld daran ist vor allem Nicolas Sarkozy, der seit seinem Essen im Kreise der Familie Bush am vergangenen Samstag für keine neuen Nachrichten gesorgt hat."
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