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Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Mittwoch, 22. August 2007

Boris Johnson gegen Ken Livingstone?

Die Londoner sehen einem spannenden Wettrennen um das Bürgermeisteramt entgegen, berichtet Wolfgang Koydl. Er porträtiert den umtriebigen Konservativen und "feinen Pinkel" Boris Johnson, der zur allgemeinen Überraschung gute Chancen hat, den seit acht Jahren regierenden Amtsinhaber Ken Livingstone bei den Wahlen im kommenden Mai aus dem Amt zu vertreiben: "Hinter dem Image des Clowns, des begabten Dilettanten, der von allem ein bisschen versteht, verbirgt sich ein blitzgescheiter Intellekt... Zu Johnsons vielen Buchveröffentlichungen zählen ein sarkastischer Politthriller und eine Geschichte Roms, in welcher er die Frage untersucht, weshalb die EU, anders als das antike Imperium, kein Europa bauen kann. Das grelle Schlaglicht der Öffentlichkeit meidet Johnson aber nie, so wenig wie die Fettnäpfchen, die auf jedem seiner Schritte zu lauern scheinen... Patzer und Pannen verschafften Johnson aber einen Bekanntheitsgrad, um den ihn andere Politiker beneiden. Er wird geliebt oder gehasst, kaum jemand würde beim Nennen seines Namens gelangweilt die Schulter zucken."

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