La Repubblica - Italien | Freitag, 7. September 2007
Zum Tod von Luciano Pavarotti
Edmondo Berselli schreibt über das Leben des Tenors: "Pavarotti beeindruckte durch seine Maßlosigkeit. Angesichts des weltweiten Echos auf seinen Tod müssen wir zugeben, dass wir nicht einen Künstler, sondern den bekanntesten Italiener der Welt betrauern. Die Maßlosigkeit hat ihn sein Leben lang begleitet: Das zeigte sich täglich in der Art und Weise, in der sich der Italiener aus der tiefsten Provinz in den globalen Showzirkus warf... Er war die perfekte Ikone, eine 'glokale' Ikone – in einer medialen Verbindung von global und lokal. Eine Ikone, die auf einen unbegrenzten Markt mit einem unbegrenzten Publikum geworfen wurde, seiner Nationalität und seines Geschmackes beraubt, eine multinationale Figur in einem großen und empfindlichen Körper... Hätte er auf seine Kritiker gehört, hätte Big Luciano besser sein können, möglicherweise der Beste seiner Zeit. Stattdessen hat er sich im Zeitalter der Übermediatisierung in aller Bescheidenheit damit zufrieden gegeben, ein Koloss zu werden. Einfach nur groß zu sein."
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