Gazeta Wyborcza - Polen | Freitag, 14. September 2007
Jarosław Kaczyński attackiert die Gazeta Wyborcza
Polens Premierminister Jarosław Kaczyński hat in einem Interview mit der konservativen Rzeczpospolita den polnischen Medien vorgeworfen, Negativkampagnen gegen ihn zu führen und besonders die linksliberale Gazeta Wyborcza angegriffen. Jarosław Kurski kontert kämpferisch: "Jarosław Kaczyński gibt sich als Opfer der Medien. Es gibt kaum einen krasseren Unsinn... Der Premier verleumdet und beleidigt uns. So verhält sich jemand, der Angst hat. Denn solange es die Gazeta und andere freie Medien gibt, wird die PiS keine Macht über die Köpfe der Polen bekommen. Die PiS kann das Außenministerium erobern, die Geheimdienste, die Staatsanwaltschaft und staatliche Medien kontrollieren. Aber die Gazeta Wyborcza, ein Sprachrohr einer unabhängigen öffentlichen Meinung und Wächter der demokratischen Werte, bekommt sie nicht... Die Attacke des Premiers auf die Gazeta Wyborcza passt zu einem Szenario, das auffällig an Putins Russland erinnert, wo die freien Medien geknebelt werden. Nicht mit uns."
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