Kathimerini - Griechenland | Freitag, 14. September 2007
Griechenland vor den Wahlen
In Griechenland finden am Sonntag Parlamentswahlen statt. Stavros Lygeros erklärt die Lage: "Das Wahlergebnis hängt zum Teil von zwei widerstreitenden Momenten ab. Es gibt eine zentrifugal ausgerichtete Kraft, die aus der Krise des griechischen Zweiparteiensystems rührt und unzufriedene Wähler in die Arme der kleineren Parteien treibt, die für viele Protestwähler interessant sein werden. Und es gibt eine zentripetal ausgerichtete Kraft, die ihren Ursprung in der Sorge um eine schwache Regierung hat, was Wähler für die großen Parteien stimmen lassen wird... Dass eine arbeitsfähige Koalitionsregierung zustande kommen wird, ist ziemlich unwahrscheinlich. Die [konservative] Nea Dimokratia wie auch die [sozialistische] Pasok stellen ihre Anhänger vor ein Dilemma. Der Führer der Konservativen, der in den Meinungsumfragen vorn liegt, hat angekündigt, dass er, wenn es keine Einparteienregierung gibt, auf Neuwahlen bestehen wird. Der Führer der Sozialisten hat seinerseits die linken und allgemein frustrierten Wähler dazu aufgerufen, die rechte ND abzuwählen."
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