Postimees - Estland | Montag, 1. Oktober 2007
Trügerische Stabilität in der postsowjetischen Politik
Igor Taro interpretiert das gute Abschneiden der Partei der Regionen von Ministerpräsident Wiktor Janukowitsch bei den ukrainischen Wahlen als trügerischen Wunsch nach Stabilität: "Dieser Wunsch prägt auch die Gesellschaft vieler GUS-Staaten, in denen Wahlen eine rein formelle Funktion haben, zum Beispiel in Weißrussland, Kasachstan oder Russland. In all diesen Ländern herrscht seit 1990 dieselbe Machtelite. Deren vorrangiges Ziel ist aber nicht mehr Wohlstand für die Bevölkerung. Die Menschen im postsowjetischen Raum sollten begreifen, dass sie Wirtschaftswachstum nicht der vermeintlichen Stabilität zu verdanken haben, sondern im Gegenteil: Ausgerechnet in der Zeit, in der sich die politische Krise in der Ukraine zuspitzte, hat sich die Wirtschaft prächtig entwickelt."
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