Irish Independent - Irland | Dienstag, 9. Oktober 2007
Johann Hari enthüllt die Wahrheit über Che Guevara
Anlässlich des 40. Todestags von Che Guevara denkt Johann Hari über dessen Erbe nach. Für ihn ist der Guerillakämpfer ein zweifelhaftes Revolutionssymbol: "Der Mythos von Che Guevara ist verführerisch und abgefahren. Es ist die Geschichte eines argentinischen Sohnes aus gutem Hause, der von der Armut so schockiert war, dass er ein Robin Hood wurde und Seite an Seite mit den Armen kämpfte, bis er schlußendlich von der CIA ermordet wurde. Aber in Wirklichkeit war Che Guevara ganz anders: Die Fakten zeigen, dass er totalitär dachte und eine messianische Ader hatte. Er wollte eine maoistische Diktatur für die ganze Welt... Aber keiner dieser Fakten wird ernsthaft von Historikern diskutiert, sie werden einfach von den Verteidigern Ches überfahren, die an romantischen Gemeinplätzen festhalten, nach denen er für 'Ehrlichkeit' und 'Revolution' steht. Aber Che Guevara ist kein frei verfügbares Symbol der Rebellion. Er war eine reale Person, die ein reales Terrorsystem unterstützte, das Millionen realer Menschen umbrachte."
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