Neue Zürcher Zeitung - Schweiz | Donnerstag, 18. Oktober 2007
Europäische Identitäten und der Euro
Der EU-Ministerrat hat kritisiert, dass in Montenegro der Euro als Währung fungiert - obwohl das kleine Land überhaupt nicht in der EU ist. Martin Woker überlegt, was zu tun ist: "Eine eigene Währung erfinden? Zu teuer. Die Währung eines Nachbarlands übernehmen, so wie auch andere Kleinstaaten Europas? Etwa die kroatische Kuna, die bosnische Konvertibla-Marka, den albanischen Lek oder gar den serbischen Dinar? Niemals! Die stolzen Montenegriner mit nachbarlichem Geld im Sack. Ausgeschlossen. Denkbar wäre einzig die Übernahme der in Kosovo zirkulierenden Währung. In Pristina haben die Bankomaten Kosovos europäische Integration längst vollzogen und spucken aus, was der gesamte Balkan sich wünscht: den Euro."
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