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Frankfurter Rundschau - Deutschland | Montag, 29. Oktober 2007

Serbien spitzt Kosovo-Konflikt zu

Der Poker um die serbische Provinz Kosovo geht in die Endrunde, berichtet Norbert Mappes-Niediek: "Belgrad spielt seine letzten Karten aus, um doch noch zu verhindern, dass die Europäische Union im Dezember die Unabhängigkeit des Kosovo anerkennt. Einer seiner wichtigsten Trümpfe ist die Stabilität in Bosnien.... Machen die bosnischen Serben ihre Drohungen wahr und ziehen sich aus dem Gesamtstaat zurück, steht die EU vor einem Problem, das die Sorge um das Kosovo noch übertreffen dürfte. Dabei lief in den letzten Wochen in der Kosovo-Frage scheinbar alles so rund wie lange nicht. Die Europäer hatten noch einmal Zeit geschunden, scheinbar um an der 'Verhandlungslösung' zu arbeiten, die Serben und Albaner zufrieden stellen würde, in Wirklichkeit aber, um die eigenen Reihen zu schließen. Die Taktik war offenbar erfolgreich... Wirklich im Griff hat das Blatt jetzt keiner der Mitspieler mehr, nicht nur die Europäer nicht, die bisher gern so taten, als säßen sie allein am Tisch."

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