Der Standard - Österreich | Mittwoch, 7. November 2007
Kleine Schritte in der Erweiterungspolitik
Auch Adelheid Wölfl beschäftigt sich mit den schlechten "Zeugnissen", die die EU den Balkanstaaten ausgestellt hat. "Einige Westbalkanstaaten haben von der EU-Kommission ziemlich kritische Fortschrittsberichte überreicht bekommen... Mazedonien, Serbien und Bosnien sind paralysiert durch die Krise um den ungelösten Kosovo-Status, weil in diesen Ländern ethnische Kriterien die politische Identitätsbildung noch immer dominieren und die Kosovo-Diskussion diese Ethnifizierung noch schürt. Deshalb gehen die Reformen nur schleppend weiter. Nur Kroatien hat es geschafft, sich aus diesem Post-Kriegs-Komplex zu emanzipieren, obwohl die Situation der Minderheiten dort auch nicht rosig ist und die eigene Vergangenheit auch geschönt wird."
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