La Vanguardia - Spanien | Mittwoch, 7. November 2007
Tahar Ben Jelloun über den Todestrieb von Selbstmordattentätern
Der französisch-marokkanische Autor Tahar Ben Jelloun kommentiert das Urteil der spanischen Justiz im Prozess gegen die Attentäter vom 11. März 2004: "Potenzielle Selbstmordattentäter oder Drahtzieher anderer mörderischer Aktionen befinden sich jenseits von all dem, was während des Prozesses gesagt worden ist. Im äußersten Fall erkennen sie diese Verurteilten nicht einmal als ihre Kampfgenossen an. Für sie sind es Kriminelle, weil sie sich haben verhaften lassen. Sie haben diesen besonderen Todestrieb verloren und sind wieder zu 'normalen' Menschen geworden. Der Beweis: Keiner von ihnen hat sich im Gefängnis umgebracht, und einige von ihnen haben geweint, weil sie nicht verstehen, wie ihnen geschieht. Der Todestrieb erträgt die Niederlage nicht, den Zweifel, das Scheitern. Er ist überlegenen Menschen vorbehalten, nicht irgendwelchen Taugenichtsen. Man muss sich als seiner wert erweisen und bis ans Ende dieser Höllen-Logik gehen, die alles verschlingt, womit sie in Berührung kommt."
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