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Respekt - Tschechien | Donnerstag, 8. November 2007

Tschechien zögert mit der Euro-Einführung

Der Euro ist stark, die tschechische Krone noch stärker. Seit Jahren erreicht die tschechische Währung immer neue Rekordmarken. "Dennoch sträubt sich das Kabinett gegen den logischen Schritt, den tschechischen Firmen durch den Übergang zur gemeinsamen europäischen Währung das Agieren auf dem internationalen Markt zu erleichtern", kritisiert Petr Fischer. Die von der konservativen ODS (Demokratische Bürgerpartei) geführte Regierung habe noch kein Zieldatum für den Beitritt zur Währungsunion festgelegt. "Warum? Es geht doch schließlich um die Vorteile eines gemeinsamen Marktes, den die ODS selbst zu Zeiten größten Euroskeptizismus immer zu schätzen wusste. Doch die gemeinsame Währung bedeutet für die konservativen EU-Kritiker mehr als nur einen gemeinsamen Markt. Sie ist der Beweis, dass Europa tiefer und dauerhafter verbunden sein kann als bei der traditionellen Zusammenarbeit verschiedener Nationalstaaten. Die stärkste Regierungspartei bemüht sich, dem aus dem Weg zu gehen, denn es würde in gewisser Weise das Scheitern der eigenen Ideologie bedeuten."

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