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Corriere della Sera - Italien | Donnerstag, 8. November 2007

Hommage ans kosmopolitische Prag

"Der Zauber von Prag, einer Stadt, die den Kommunismus überlebt hat, könnte heute durch den Kontakt mit dem Westen verschwinden", fürchtet der italienische Schriftsteller Claudio Magris nach einer Tschechien-Reise. "Die symbolische Hauptstadt Mitteleuropas steht im Spannungsverhältnis zwischen Klassizismus und der Verunsicherung der Moderne. Zwischen der Jahrhundertwende und dem Ende des ersten Weltkriegs, sogar bis zum Einmarsch der Nazis war Prag zugleich Peripherie und Zentrum der Welt. Eine Hauptstadt des Geistes, die im Schatten und mit einer vital-explosiven Unsicherheit lebte... Die große Prager Tradition hat den Prager Frühling 1968 und die Befreiung 1989 überlebt. Heute, in Zeiten der Anpassung an das westliche Marktmodell, könnte die kosmopolitische Zivilisation Mitteleuropas verschwinden. Eines ihrer lebenswichtigen Organe - oder vielleicht das Herz - ist Prag."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 9. November 2007

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