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Tribune de Genève - Schweiz | Donnerstag, 15. November 2007

Streiks in Frankreich

"Frankreich erlebt im gesellschaftlichen Umgang gerade eine 'Kulturrevolution'", stellt Jean-Noël Cuénod fest. "Nicolas Sarkozy als Staatschef und höchstem Arbeitgeber geht es in erster Linie um die öffentliche Meinung. Er muss die Öffentlichkeit mit Hilfe der Medien bearbeiten, um tiefgreifende Reformen durchsetzen zu können. Gleichzeitig diskutiert man mit den Gewerkschaften, mit klarem Standpunkt zwar, bleibt aber im Gespräch. Bloß nicht den Kontakt abbrechen! Insofern hat der soziale Umgang nichts mehr mit dem traditionellen Ritual der gegenseitigen Verweigerung zu tun. Der Generalsekretär der [Gewerkschaft] CGT, Bernard Thibault, hat das verstanden. Er bedient sich ebenso wie Sarkozy der Umfragen, um die Öffentlichkeit zu beeinflussen. Und er ändert, wenn nötig, seine Richtung. Dabei muss er sich auch mit der alten kommunistischen Garde auseinandersetzen, die nach wie vor ein gewisses zerstörerisches Potenzial innerhalb der CGT besitzt. Gleichwohl hat der Weg der Reformen große Chancen - da Revolution zur Zeit nicht angesagt ist."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 15. November 2007

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