Népszabadság - Ungarn | Donnerstag, 22. November 2007
Bahnstreik in Ungarn
In Ungarn haben gestern die Eisenbahner gestreikt, um gegen die Schließung von Nebenstrecken und die Kürzung von Sozialausgaben zu protestieren. Péter N. Nagy hat Verständnis dafür: "Europaweit sind die Regierungen der Meinung, dass man die Zukunft zerstört, wenn es bei der jetzigen Kostenstruktur bleibt, weil dann keine Mittel bleiben, um auf die aktuellen Herausforderungen dieser Welt angemessen reagieren zu können. Die Bevölkerung hingegen protestiert europaweit. Ähnlich ist es nun auch in Ungarn, wo die Leute gegen den Abbau des Sozialstaats auf die Straße gegangen sind - und nicht wegen der mehr als ein Jahr alten 'Lügenrede' von Premier Gyurcsány. Endlich wurde gestreikt, endlich wurden auf der Straße reale Probleme angesprochen. Seit gestern wissen wir, dass man die Maßnahmen der Regierung auch politisch korrekt kritisieren kann. Es war eine außerparlamentarische Lektion in Sachen Demokratie."
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