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Sme - Slowakei | Freitag, 23. November 2007

Katarina Mallok über die unsichere Zukunft des Kosovo

Katarina Mallok sorgt sich um den Kosovo, dessen künftiger Premier Hashim Thaçi möglichst bald die Unabhängigkeit erklären will: "Jeder Staat benötigt für sein Überleben funktionierende politische Institutionen, innere Sicherheit und eine gefestigte wirtschaftliche Struktur. In dieser Hinsicht hat der Kosovo nichts vorzuweisen. Die Industrialisierung des Landes geht gegen Null, die Infrastruktur ist schlecht und ausländische Investoren machen um das Land einen großen Bogen. Die Folgen davon sind eine hohe Verschuldung und wachsende Arbeitslosigkeit. Grundlegende Lebensbedürfnisse der Bevölkerung werden momentan aus der Kasse der EU bezahlt. Die Sicherheit liegt in den Händen der Nato, die öffentliche Ordnung ist alleiniger Verdienst der UN-Mitarbeiter, deren Posten nach der Unabhängigkeitserklärung von der EU übernommen werden sollen. Alles, was im Kosovo einigermaßen funktioniert, funktioniert nur durch ausländische Hilfe... Die internationale Gemeinschaft hat einen grundlegenden Fehler gemacht, denn sie hat zugelassen, dass über den Status des Kosovo diskutiert wurde, bevor das Land überhaupt stabilisiert war."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 23. November 2007

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