Rzeczpospolita - Polen | Mittwoch, 28. November 2007
Tusks richtige Geste zum falschen Zeitpunkt
Polen will die Verhandlungen über eine Aufnahme Russlands in die OSZE nicht länger blockieren. Polens Premierminister Donald Tusk hat die russische Seite bereits über diese neue Haltung informiert. "Wir können uns diese Geste erlauben, ohne polnische Interessen zu verraten", kommentiert Jerzy Haszczyński. "Schade nur, dass der polnische Premier einen unpassenden Moment für diese Geste gewählt hat – das Ende des Wahlkampfs für die russischen Parlamentswahlen, bei denen Präsident Putin antritt. Denn der Hauptadressat dieser Geste schürt die Abneigung gegen den Westen und will die Liebe zur Sowjetunion wieder aufwärmen. Beides schadet auch Polen... Gut, dass der polnische Premier diese Geste gemacht hat. Aber es wäre nicht gut, wenn gleich die nächste folgte, ohne eine ernsthafte Antwort aus Moskau."
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