Mladá fronta Dnes - Tschechien | Mittwoch, 5. Dezember 2007
US-Geheimdienstbericht entlastet Iran
Tschechische Regierungspolitiker haben angekündigt, die Verhandlungen mit den USA über eine Radarstation trotz der Veröffentlichung des amerikanischen Geheimdienstsberichts fortsetzen. Jan Rybář kommentiert: "Tschechische und amerikanische Politiker müssen mit einer unbarmherzigen Kampagne der Radargegner rechnen, denen die USA wie aus dem Nichts heraus gute Argumente geliefert haben. Auch Wladimir Putin, der das Radar als anti-russisch, nicht als anti-iranisch bezeichnet, kann sich weihnachtlich beschenkt vorkommen... Zweifellos sprechen jedoch weiterhin gute Gründe für den Aufbau der Radarstation. Es geht nicht nur um die Verteidigung gegen den Iran, sondern gegen jedes Land, das gefährliche Waffen in seinen Besitz bringen könnte. Das müssen nicht unbedingt nukleare, sondern können auch biologische oder konventionelle Waffen sein, was den Iran wieder ins Spiel bringt. Wer weiß, was in fünf oder zehn Jahren sein wird."
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