Financial Times - Großbritannien | Dienstag, 4. Dezember 2007
Gideo Rachmann über die Vorteile kleiner Länder
Kleine Länder haben es gut, findet Gideon Rachman: "Natürlich könnte eine einseitige Unabhängigkeitserklärung des Kosovo zu einer neuen Balkankrise führen. Aber wenn die Entstehung von neuen Ländern friedlich geschieht, ist das meist ein Grund zum Feiern. Wir leben im Zeitalter der kleinen Staaten. Bei fast allen Ranglisten für nationalen Wohlstand liegen die kleinen Länder vorn... Von den fünf meistbevölkerten Ländern der Welt sind nur die USA reich. Brasilien, China, Indien und Indonesien wachsen schnell, aber sie haben immer noch den Rang von Schwellenländern. Sie zu regieren ist eine gigantische Herausforderung... Vor allem sind kleine Länder tendenziell homogener. Das macht sie weniger anfällig für sozialen Unfrieden oder Diktaturen. Das bringt auch ein größeres soziales Vertrauen mit sich. Das könnte der Grund sein, warum die kleinen skandinavischen Länder so viel für Gesundheit und Erziehung ausgeben und auf dem Entwicklungsindex so gut abschneiden."
» weiterführende Informationen (externer Link, englisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » Innenpolitik, » Global
Alle verfügbaren Texte von » Gideon Rachman
» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 5. Dezember 2007