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Frankfurter Rundschau - Deutschland | Mittwoch, 5. Dezember 2007

US-Geheimdienstbericht entlastet Iran

Karl Grobe überlegt, ob George Bush und Dick Cheney schon vor der Veröffentlichung über den Geheimdienstbericht informiert waren: "Wussten sie Bescheid, dann war Bushs Oktober-Gerede von der Gefahr eines dritten Weltkriegs mindestens leichtfertig. Dann war der mit dem Eilt-Stempel versehene Plan, in Polen und Tschechien eine Raketenabwehrstellung zu installieren, nicht rational begründbar, sondern ideologisch motiviert. Wobei der ideologische Cocktail - außer dem vorgeschobenen Grund - noch zwei Zutaten hatte: die Absicht, es den Russen mal richtig zu zeigen, und den Wunsch, Europa in böse Alte und gute Neue zu zerlegen. Vielleicht war der Hinweis auf Teheran gar das Mittel zu jenem Zweck. Gleich ob er auf Nichtwissen - am Ende Leichtsinn - beruhte oder wider besseres Wissen erfolgte, also verlogen war. Die Bush-Regierung hat den europäischen Verbündeten da etwas zu erklären - nur eben nicht wie Bush am Dienstag, dass sie immer recht hat."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 5. Dezember 2007

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