Le Monde - Frankreich | Mittwoch, 12. Dezember 2007
Die Konflikte an Russlands Grenze
Daniel Vernet analysiert, welche Rolle Russland in den Konflikten mit Abchasien, Südossietien, Nagorni Karabach oder Transnistrien spielt. "Von einzelnen Vorfällen abgesehen ist die Lage in diesen Gebieten seit Jahren unverändert. Die Zentralstaaten sind weder politisch noch militärisch imstande, die Kontrolle zurückzugewinnen. Russland, das die Separatisten unterstützt, wird nicht so weit gehen, ihre Souveränität anzuerkennen... Aus einem pragmatischen Grund: um keine Kettenreaktion in den Kaukasusrepubliken, die zur Russischen Föderation gehören, auszulösen... Der Status quo ist für Russland ideal. Er dient als Druckmittel gegenüber den Nachbarn, außerdem kann man mit seiner Hilfe Krisenherde in den Ländern nähren, die nach Westen schauen."
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