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Der Standard - Österreich | Donnerstag, 27. Dezember 2007

Der Kosovo als Europas Herausforderung 2008

"Die Politik der EU gegenüber Serbien offenbart sich nicht nur als inkonsequent und unglaubwürdig, sondern auch als fahrlässig", kritisiert Adelheid Wölfl. "Weil die Kosovo-Frage offenbar mit der EU-Mitgliedschaft verknüpft wird. Jahrelang hieß es in Brüssel, dass es ohne Auslieferung von Mladić kein EU-Abkommen geben wird." Die serbische Regierung hat kürzlich zugegeben, dass sich der vom Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag gesuchte Kriegsverbrecher Ratko Mladić in Belgrad aufhält. "Es mangelt an Klarheit. Auch gegenüber dem serbischen Wähler. Ein Staat, der mutmaßliche Kriegsverbrecher schützt, hat die europäischen Werte nicht verstanden. Das hat auch Kroatien im Fall des angeklagten Ex-Generals Ante Gotovina erfahren müssen... Die Kosovo-Frage ist eine andere. Es ist nachvollziehbar, dass Serbien sich nicht für die Unabhängigkeit aussprechen wird. Und das ist weder notwendig, noch kann man es verlangen. Serbien muss nur damit leben können, dass es die anderen tun."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 28. Dezember 2007

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