Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Mittwoch, 2. Januar 2008
Malta und Zypern führen den Euro ein
Die Ausweitung der Eurozone sei gerade für die deutsche Wirtschaft positiv, findet Alexander Hagelüken. "In früheren Boom-Phasen wertete sich die Mark nicht nur zum Dollar, sondern parallel zu französischem Franc oder italienischer Lira auf - und verteuerte so Exporte nach allen Seiten. Heute hemmt die starke Heimatwährung Daimler und Co. weniger als früher, weil diese inzwischen die Hälfte ihrer Waren unverteuert in Länder verkaufen, die in derselben Währung bezahlen. Das ist gerade im Moment ein Segen. Der Aufschwung, gefährdet durch Finanzkrise und US-Konjunkturdelle, wird durch den Euro stabilisiert... Wie meist im Leben gibt es aber nichts geschenkt. Der Euro sichert Exporte, doch er importiert gleichzeitig Wettbewerb... In der Währungsunion genügt es nicht mehr, auf den nächsten Wahltermin zu schauen. Politiker müssen auch die Konkurrenz der Euro-Nachbarn beachten, sonst schaden sie ihren Wählern."
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