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La Vanguardia - Spanien | Montag, 31. Dezember 2007

Tahar Ben Jelloun für eine neue europäische Identität

Der französisch-marokkanische Schriftsteller Tahar Ben Jelloun warnt, das Bestreben, eine europäische Identität zu bewahren, könne rassistische Züge bekommen. "Die weiße, jüdisch-christliche Kultur hat sich geöffnet. Sie besteht heute nicht mehr nur aus denen, die schon seit mehreren Generationen Europäer sind. Da stellt sich die Frage nach der Identität. Was bedeutet es heute, Europäer zu sein? Die Ankunft von Einwanderern aus außer-europäischen Ländern, aus Afrika, dem Maghreb oder Asien, verändert und verkompliziert den Alltag der europäischen Bürger, die es gewohnt waren, unter sich zu bleiben... Wir müssen lernen, mit den anderen zu leben und die Vorstellung zu akzeptieren, dass wir nicht allein sind und es auch nie wieder sein werden... Wir brauchen eine große pädagogische Anstrengung, um eine bewegliche europäische Identität zu konstruieren. Sie wird mit den steinernen Statuen, die wir heute in den Parks finden, nichts mehr zu tun haben."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 2. Januar 2008

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