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Le Nouvel Observateur - Frankreich | Donnerstag, 10. Januar 2008

Henning Mankell entzaubert den schwedischen Mythos

Der schwedische Autor Henning Mankell hinterfragt in einem Gespräch mit Gilles Anquetil und François Armanet das positive Image seines Landes. "Von euch stammt der Mythos von diesem Paradies – nicht von uns. Ausländer sind fasziniert vom 'schwedischen Modell'... und von den schwedischen Blondinen! Schweden kann für diese Mythenbildung nichts. Und es weiß um seine Probleme, vor allem eines, das ich auch in meinem Büchern thematisiere: die Beziehung zwischen Demokratie und Rechtssystem. Wenn die Justiz nicht richtig funktioniert, funktioniert auch die Demokratie nicht. In Schweden hat es viele Skandale gegeben, die ahnen lassen, dass sich Korruption und organisiertes Verbrechen immer mehr ausbreiten. Es gibt zunehmend auch rassistische Tendenzen, wenn auch weniger als in anderen Ländern. Die Schweden haben gespannt die Unruhen in den französischen Vorstädten beobachtet. Soweit sind wir noch nicht, aber es könnte soweit kommen, wenn wir nicht aufpassen."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 10. Januar 2008

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