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taz - Deutschland | Donnerstag, 17. Januar 2008

Nokia schließt Werk in Deutschland

Auch wenn die Verlagerung von Arbeitsplätzen aus Bochum ins rumänische Cluj für die Betroffenen schmerzhaft sei, dürfe man sich nicht von der EU-Förderpolitik verabschieden, findet Daniela Weingärtner: "Soll die EU sich also von dem Ziel verabschieden, das Lebensniveau in allen Mitgliedstaaten anzugleichen? Die Folge wäre, dass die Löhne und Arbeitsbedingungen in Rumänien auf Dauer miserabel bleiben. Das wäre fatal für die gesamte EU - nicht nur aus moralischer, sondern auch aus sozialer Perspektive. Denn in einem Binnenmarkt zieht es die Unternehmen immer dorthin, wo die niedrigsten Löhne gezahlt werden und die Nebenkosten besonders gering sind. Es muss also im Interesse deutscher Gewerkschaften und deutscher Politiker liegen, dass Osteuropa möglichst rasch aufholt - auch durch europäische Förderprogramme. Dass Standortverlagerungen nicht subventioniert werden dürfen, versteht sich dabei von selbst. Die Förderregeln schließen das ohnehin aus."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 18. Januar 2008

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