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Le Nouvel Observateur - Frankreich | Donnerstag, 24. Januar 2008

Daniel Bensaïd über Politik und Globalisierung

In einem Gespräch mit François Armanet erklärt der Philosoph Daniel Bensaïd, wie die Globalisierung die Politik verändert: "Wir erleben eine brutale räumliche und zeitliche Veränderung der Bedingungen politischen Handelns, die seit den großen Revolutionen des 17. und 18. Jahrhunderts maßgeblich waren. Unsere Vorstellung von Souveränität, Volk, Nation und Territorium ist erschüttert worden, ohne dass sie bislang durch etwas anderes ersetzt worden wäre. Der weltweite Krieg, ohne räumliche und zeitliche Begrenzung, den Bush am Tag nach dem 11. September ausgerufen hat, stellt das geltende internationale Recht in Frage... Wir bewegen uns in einer Vielzahl von Räumen (wirtschaftlich, juristisch, ökologisch, kulturell gesehen). Drei Jahrhunderte lang war der nationale Raum politisch vorherrschend. Die sozialen Beziehungen und ihre rechtliche Entsprechung knüpften sich daran. Heutzutage handeln wir gezwungenermaßen innerhalb nicht mehr fest begrenzter und sich überschneidender Räume."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 24. Januar 2008

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