Corriere della Sera - Italien | Montag, 28. Januar 2008
Vorgezogene Neuwahlen in Italien?
Italiens Staatspräsident Giorgio Napolitano berät zur Zeit mit allen italienischen Parteien, um einen Ausweg aus der Krise nach dem Rücktritt der Regierung Prodi zu finden. Napolitano solle Neuwahlen ausrufen, meint Sergio Romano: "Italien ist Europa gegenüber unglaubwürdig geworden. Gerade deswegen brauchen wir für unser internationales Engagement in der EU und in der Nato eine voll handlungsfähige und rechtmäßig gewählte Regierung... Auch wenn das italienische Wahlgesetz schlecht ist, müssen sich die Italiener darauf stützen, um eine Entscheidung zu treffen. Vielleicht erhielte man eine unvollständige und umstrittene Mehrheit, aber wenigstens hätte Italien gezeigt, dass seine demokratischen Mechanismen noch funktionieren. Und dass die Entscheidung doch noch immer beim Wähler liegt."
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