Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland | Montag, 28. Januar 2008
Karamanlis-Besuch in Türkei beendet
Michael Martens bilanziert den ersten offiziellen Besuch eines griechischen Premierministers in der Türkei seit Jahrzehnten: "Man will weiter miteinander sprechen. Das ist dürftig, aber angesichts der schwierigen Nachbarschaft der beiden Länder dennoch nicht wenig...Erdogan und Karamanlis, die persönlich gut miteinander auskommen, sind im vergangenen Jahr wiedergewählt worden. Sie haben nun wahrscheinlich einige Jahre des Regierens vor sich, Erdogan mit deutlicher, Karamanlis mit knapper Mehrheit im Parlament. In dieser Zeit könnten sie mutige Entscheidungen treffen, vor allem im zentralen Streitfall Zypern. Athen und Ankara könnten dabei mitwirken, die in einem UN-Referendum 2004 zumindest von den Griechen der Insel bestätigte zyprische Teilung konstruktiv zu gestalten, statt sich weiterhin aussichtslosen Versuchen zu verschreiben, sie rückgängig zu machen. Eine völkerrechtliche Anerkennung Nordzyperns ist dazu nicht nötig."
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