The Independent - Großbritannien | Montag, 28. Januar 2008
Johann Hari über die demokratische Idee des Internet
Die Zukunft des Internets sei bedroht, meint der britische Kolumnist Johann Hari: "Die großen Unternehmen die Breitbandübertragung bereitstellen, besitzen die Autobahnen des Internet: Drähte, Kabel und Weichen, über die die Webseiten reisen, bevor sie auf unserem Bildschirm auftauchen. Diese Firmen haben in den USA und in Europa Lobbyarbeit betrieben, um das Internet in eine zweispurige Autobahn zu verwandeln, mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten, je nachdem, wieviel man zahlen kann. Nach ihrem Vorschlag würde man als großes Unternehmen ... einen Vorzugspreis zahlen und auf der schnellsten Datenbahn reisen, ihre Seite würde mit Hochgeschwindigkeit beim Konsumenten eintreffen. Ist man aber ein unbekannter Blogger, zahlt man den Standardpreis und steckt im überfüllten Breitband-Verkehr fest. Das nennt sich dann 'abgestuftes' Internet und muss um jeden Preis verhindert werden. Das Tollste am Internet ist doch, dass die Zugangskosten so gering sind: Wir alle beteiligen uns auf gleicher Basis. Bei dem neuen Modell würden wir nicht auf einem offenen Markt der Ideen konkurrieren."
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