Les Echos - Frankreich | Mittwoch, 6. Februar 2008
Soll der Staat bei Werksschließungen intervenieren?
Das Unternehmen Mittal-Arcelor hatte im Januar die Teilschließung eines Stahlwerks in Grandrange im Osten Frankreichs bekannt gegeben. Der französische Präsident hat nun staatliche Hilfe angekündigt, um Arbeitsplätze zu retten. Philippe Escande ist skeptisch: "Wenn man der Industrie wirklich helfen will, darf man staatliche Hilfe und allmächtiges Eingreifen nicht verwechseln... Sarkozy hat sich in Grandrange eingeladen und den Managern von Arcelor die Leviten gelesen, weil angeblich die Stahlpreise zu hoch seien. Doch damit vergreift er sich im Ton. Die Industriemanager kennen ihren Job, sie haben weder Belehrung noch Rat von Seiten des Staates nötig, sondern klare und stabile Regeln. Und das verlangen auch die Angestellten: eine Sicherung ihrer Zukunft statt perspektivlose Träumereien."
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