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Die Presse - Österreich | Montag, 11. Februar 2008

Die Türkei lockert das Kopftuchverbot

"Der Staat hat das Recht, seinen Angestellten das Tragen religiöser Symbole zu verbieten. Er hat aber kein Recht, von Studentinnen als 'Kunden' der Unis zu verlangen, beim Betreten des Campus das Kopftuch abzunehmen. Dieses Stück Stoff darf nicht bewirken, dass jemandem der Weg zu höherer Bildung verwehrt wird", urteilt Helmar Dumbs."Gefahren lauern anderswo: So häufen sich Berichte, dass unter Erdogan im Staatsdienst Männer vorgezogen werden, deren Frauen den 'Türban' tragen. Das untergräbt tatsächlich die Fundamente eines religiös offiziell neutralen Staates. Offiziell. Denn wie laizistisch ist eigentlich ein Staat, dessen Religionsbehörde sogar bis in die Freitagspredigten hineinregiert? De facto ist der Islam in der Türkei Staatsreligion, während man etwa christliche Kirchen von Amts wegen karniefelt [schickaniert]. Das ist keine Trennung von Staat und Religion, das ist komplette Kontrolle der Religion durch den Staat."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 11. Februar 2008

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