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taz - Deutschland | Dienstag, 19. Februar 2008

Schwedischer Imperialismus bei Ikea?

Reinhard Wolff berichtet, dass der dänische Kommunikationswissenschaftler Klaus Kjøller dem Möbelhaus Ikea "schwedischen Imperialismus" vorwirft. Grund ist, dass dänische Ortsnamen als Bezeichnung für bestimmte Produkte verwendet werden. "Warum soll man sich gerade auf Køge die schmutzigen Füße abstreifen, bevor man über Nästved und Sindal weitertrampelt? 'Türmatten und Läufer sind drittklassig, wenn nicht siebtklassig im Rahmen der Wohnungseinrichtung. Tiefer als ein Fußbodenbelag geht ja eigentlich gar nicht' , kritisiert Klaus Kjøller. Ein kurzer Blick in den Ikea-Katalog beweist jedenfalls: Das mit der 'dänischen' Fußtrittware stimmt. Die etwas teureren Möbelkombinationen dürfen dagegen mit schwedischen Ortsnamen glänzen. Und das Nachbarland Norwegen hat immerhin einige Betten benennen dürfen... In der emotionalen Debatte, die eine Kopenhagener Zeitung ausgelöst hat, wurde als passende Antwort empfohlen, Carlsberg solle seinen alkoholfreien und alkoholarmen Bieren schwedische Ortsnamen geben. Und spannend dürfte die dänische Reaktion werden, wenn sich herumspricht, dass ein Ikea-Toilettensitz 'Öresund' heißt - wie die Meerenge zwischen Dänemark und Schweden."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 19. Februar 2008

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