Le Temps - Schweiz | Dienstag, 19. Februar 2008
Unbekannte europäische Pop-Art
Philippe Mathonnet hat die Ausstellung "Europop" im Kunsthaus Zürich gesehen. "Das Konzept der Pop-Art ist Mitte der 50er Jahre in Großbritannien entstanden. Aber es waren amerikanische Künstler wie Roy Lichtenstein, Tom Wesselmann und Andy Warhol, die es zu einer breiteren Bewegung gemacht haben... Um den Preis, dass europäische Ansätze, die vielfältiger waren, verdrängt wurden. Die Ausstellung will diesen europäischen Reichtum ans Licht bringen. 100 Kunstwerke von 24 europäischen Künstlern aus zehn Ländern wurden ausgewählt. Die Gemälde Warhols, Lichtensteins und Wesselmanns wurden ihnen als Kontrast gegenübergestellt, um die Existenz beider Strömungen der Pop-Art auf beiden Seiten des Atlantiks herauszuarbeiten. Das zeigt ein ganz neues Abhängigkeitsverhältnis zwischen Westeuropa und den USA. Man kann diese beiden Strömungen nicht über einen Kamm scheren."
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