Les Echos - Frankreich | Donnerstag, 9. Februar 2006
Freizügigkeit für Arbeitnehmer
"Fast zwei Jahre nach Beitritt der zehn osteuropäischen Länder in die Union haben die Europäer immer noch Angst vor den wirklichen oder auch nur vermuteten Folgen der Erweiterung", stellt Françoise Crouïgneau fest. "Die Kommission kann noch so sehr eine positive Bilanz aus den Erfahrungen der vergangenen zwei Jahre ziehen und betonen, wie wenige Arbeiter aus den neuen Mitgliedsstaaten letztendlich gekommen sind..., die Soziologen können noch so oft wiederholen, dass es sich in den meisten Fällen um qualifizierte oder spezielle Lücken deckende Arbeitskräfte handelt ..., die Franzosen bleiben beunruhigt." Die Politiker "sind nicht allein verantwortlich für die in Misskredit geratene Erweiterung und europäische Idee: Auch die Kommission, selbst wenn sie für die Regierungen oft genug den Sündenbock abgibt, ist nicht von jedem Vorwurf freizusprechen. Die schlecht verpackte Bolkenstein-Direktive ist dafür das beste Beispiel."
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