Dala-Demokraten - Schweden | Dienstag, 4. März 2008
VW übernimmt Mehrheit von Scania
Der deutsche Volkswagen-Konzern hat die Mehrheit am schwedischen Lkw-Hersteller Scania übernommen. Die Großaktionäre der schwedischen Familie Wallenberg haben dem deutschen Autobauer ihre Anteile überlassen. Die Gewerkschaft bei Scania vertraut der Zusicherung von VW, das Werk im schwedischen Södertälje weiterzubetreiben. "Die Gewerkschaft ist da wohl ein wenig blauäugig", fürchtet Göran Greider und schreibt: "Als vor acht Jahren Volvo und Scania einen Zusammenschluss planten, wurde dies von der EU-Kommission gestoppt – die Eigentümer-Konzentration werde zu groß. Das bedeutet praktisch, dass die EU auf lange Sicht große Unternehmen in kleinen Ländern verhindert, während Unternehmen gleicher Größe und mit gleichen Marktanteilen in großen Ländern wie Deutschland akzeptabel sind. Das nationale Kapital, in diesem Fall das der Wallenbergs, ist nicht mehr national und nicht mehr interessiert an der Produktion wie einst: Der Quartalsgewinn rückt vor die Produktion."
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