La Repubblica - Italien | Mittwoch, 5. März 2008
Spanische Kirche gegen Zapatero
Wenige Tage vor den spanischen Parlamentswahlen hat die spanische Bischofskonferenz den Erzbischof von Madrid, Antonio Maria Rouco Varela, zu ihrem Oberhaupt gewählt. Varela gilt als einer der härtesten Gegner der sozialistischen Regierung. Guido Rampoldi beschäftigt sich mit dem Streit zwischen der katholischen Kirche und Premierminister José Zapatero. "Nach drei Jahren Reibereien kommt es nun im Wahlkampf zum Knall. Aufgrund der Umfrageergebnisse hätten die Bischöfe lieber ihren schwelenden Konflikt mit der sozialistischen Regierung bei Seite schieben sollen. Stattdessen haben sie einen Mann an die Spitze der Kurie gewählt, der ein bekennender Regierungsgegner ist. In Spanien gibt es - wie im Rest Europas - immer weniger Katholiken... Zapatero hat gegen die Kirche, die bereits durch ihre rückläufige Mitgliederzahl in Panik ist, eine Reihe von Reformen durchgesetzt, die mit Sexualität und Ethik zusammenhängen. Von diesen Bereichen glaubte die Kurie bisher, die alleinige Zuständigkeit zu haben."
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