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The Guardian - Großbritannien | Mittwoch, 5. März 2008

Simon Jenkins über den Kreuzzug der Demokraten

Simon Jenkins denkt über die unterschiedlichen Interpretationen von Demokratie in der Welt nach: "Demokratien sind wie zweijährige Kinder: Wenn es die eigenen sind, vergöttert man sie, aber man hat keine Ahnung, wie die anderen sie sehen... Demokratie ist das neue Christentum. Es ist der Glaube, den sich die westliche Zivilisation gegeben hat. Ihn weiterzutragen verleiht diesem Kreuzzug ein annehmbares Antlitz. In einer Neuauflage von Tony Blairs Interventionismus sprach Außenminister David Miliband kürzlich von der 'Mission' des Westens, die Demokratie zu fördern - selbst durch wirtschaftliche oder militärische Kriege... Wir erwarten viel zu viel von der Demokratie und von anderen, die behaupten, für sie einzutreten. Wir sehen sie als ein strenges System von Regeln, von denen nicht abgewichen werden darf. Der Wahlgang ist ein heiliges Ritual und jede Verunreinigung ist Blasphemie... Demokratie ist eine Einladung zur Heuchelei... Wir sollten sie bei uns selbst praktizieren, und wenn wir schon überzeugen wollen, dann bitte durch gute Beispiele."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 5. März 2008

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