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Der Standard - Österreich | Mittwoch, 5. März 2008

Kann eine vollständig Verschleierte vor Gericht aussagen?

Die muslimische Hauptangeklagte im österreichischen Terror-Prozess will nur in Burka aussagen. Nun soll sie von der Verhandlung ausgeschlossen werden, mit dem Argument, Österreich sei kein Gottesstaat und die Geschworenen müssten das Mienenspiel der Angeklagten erkennen können, um sich ein Urteil bilden zu können. Hans Rauscher findet das bedenklich: "In einem Terrorprozess sollten Beweise die Hauptrolle spielen, nicht der subjektive Eindruck der Geschworenen. Das passiert ohnehin zu oft... Die Angeklagte wollte offenbar aussagen, wenn auch mit Burka. Wenn sie schweigen wollte, wäre es etwas anderes. So aber kann sie sich nicht direkt verteidigen. Selbst schuld? Aber auch das Gericht bringt sich um Informationen: Was ist ihr Weltbild, wie groß ist ihre Abhängigkeit vom hauptangeklagten Ehemann? Wir werden es von ihr nicht erfahren. Schlecht für sie, schlecht für die Wahrheitsfindung."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 6. März 2008

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