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La Croix - Frankreich | Mittwoch, 12. März 2008

Boykott der Pariser Buchmesse

Israel ist Gastland des Pariser Salon du Livre, der vom 14. bis 19. März stattfindet. Zahlreiche arabische Länder wollen deshalb der Veranstaltung fernbleiben. Dominique Quinio ist fassungslos: "Es ist besonders ungerecht, dass sich die Gegner Israels Bücher und diejenigen, die sie schreiben, als Ziel nehmen. Literatur... ist universell: Sie knüpft Beziehungen und, einmal übersetzt, überquert sie Grenzen. Die israelische Literatur, die häufig von der Erfahrung der Shoah geprägt ist, beladen mit dieser unvergleichbaren Last der Menschheit, richtet sich an alle. Zahlreiche israelische Schriftsteller – und das gilt besonders für die beim Salon du Livre vertretenen Autoren – setzen sich für den Frieden und die Schaffung eines palästinensischen Staates ein und bekämpfen die Entscheidungen ihrer Regierung. Es gibt nicht genügend Orte der Begegnung, wo man Ideen austauschen und friedlich debattieren kann, um sich mit einer Politik des 'leeren Stuhls' zufrieden zu geben. Man sollte Bücher und nicht Waffen sprechen lassen: Die Welt hätte mehr davon."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 12. März 2008

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