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Le Temps - Schweiz | Freitag, 14. März 2008

Politische Spannungen auf der französische Buchmesse

"In Zeiten der Gewalt gibt es keinen Raum, der nicht von der Politik besetzt wird - von ihren Prioritäten, ihrer Moral und ihren Forderungen. Handlungen und Gesten sind überdeterminiert, niemand entgeht der gnadenlosen Logik der politischen Interpretation", meint Joëlle Kuntz. "Der Pariser Salon du livre wiederholt im Kleinen - und als Farce – jene Situation, unter der die Menschen im Nahen Ostens täglich leiden. Es geht nicht um Fragen der Kunst, der Literatur, des Nachdenkens, sondern um 'Positionen', 'Legitimität' und 'Rechtfertigungen'. Schriftsteller sind dort keine Künstler, sondern 'Gegner' oder 'Kollaborateure'... Der Boykott ist die politische Waffe der Schwachen, die von der Politik vernichtet werden, und ihre Hoffnungen deshalb auf die Radikalität der Verweigerung setzen. Sie haben den Glauben an eine friedliche Lösung verloren und suchen gar nicht mehr danach."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 14. März 2008

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