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Corriere della Sera - Italien | Dienstag, 18. März 2008

Ist ein Olympia-Boykott sinnvoll?

Der französische Philosoph André Glucksmann ist im Jahr 1980 für einen Boykott der Olympischen Spiele in Moskau eingetreten. Von einem Boykott der Spiele in Peking hält er nichts: "Die tibetischen Proteste sind ein Hilferuf an die Welt, und die Olympischen Spiele sind eine Gelegenheit, um das Bewusstsein der Menschen aufzurütteln und ihr Augenmerk auf das tragische Schicksal eines Volkes zu lenken, das von Vernichtung bedroht ist. Aber bevor man zum Boykott aufruft, sollte man ein paar Fragen stellen: Kann er konkret etwas bewirken? Welche Regierung kann es sich leisten, ihre wirtschaftlichen Beziehungen zu China zu gefährden? Gibt es wirksamere Mittel? Könnte der Boykott nicht den umgekehrten Effekt haben und das Regime in Peking stärken?... Tibet will keine Unabhängigkeit, sondern Respekt für seine Autonomie und Kultur. Der Intellektuelle muss realistisch sein, wie es die Tibeter auch sind."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 18. März 2008

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